Regionales Sicherheitstraining am SKC

oder
Der Sprung ins kalte Wasser

Am 21. April fand auf unserem Gelände ein von Klaus Jürgen Boll und Matthias Bordatsch organisiertes Regionales Sicherheitstraining der Salzwasserunion statt. Ausbilder waren Klaus Jürgen Boll, Jan Boll und Andreas Thier. Assistiert haben Matthias Bordatsch und Trenk Müller.

Die Salzwasserunion und das Ausbildungskonzept

Die SaU (www.salzwasserunion.de) ist ein überregionaler Verband von Seekajakfahreren, die überwiegend auf Großgewässer fahren. Das RST ist ein Teil des Ausbildungsstandards der SaU und für alle interessierten Kajakfahrer auch ohne Mitgliedschaft offen.

Ziel eines Regionalen Sicherheitstrainings

Ein wichtiges Ziel des RST ist es, dass Bewusstsein für die persönliche Sicherheit und die eigenen Kompetenzen zu optimieren. Jeder hat danach die Möglichkeit seinen persönlichen Sicherheitsstandard (Ausrüstung, Rettungs- und Paddeltechniken) zu überdenken, und es an die eigenen Bedürfnisse und Touren anzupassen.

Eine zwingende Voraussetzung für die Teilnahme ist: Der Sprung ins kalte Wasser. Und das kann schon noch recht frisch sein. Ein Trockenenzug ist und bleibt da einfach die effektivste Lösung, sich vor der Kälteeinwirkung zu schützen und bei den Übungen noch Spaß zu haben.

Wertvoll finde ich dabei die Erfahrung, zunächst einmal zu Spüren,wie kalt das Wasser eigentlich noch ist und wie schnell die Kälte auf den Körper wirkt.

Die Durchführung des RST

Am Vormittag fand eine ausführliche Darstellung der Bootsausrüstung und der Seenotsignalmittel nach Sau-Empfehlungen statt. Danach folgte der erste nasse Teil. Es ging nun aufgeteilt in Kleingruppen von maximal 5 Personen und mindestens einem Anleiter auf und in die Schlei.

Es wurden die Techniken Paralleleinstieg, All In, T- Lenzen und Reskimotieren demonstriert, erklärt und gegenseitig geübt.

Danach folgte die ca. 1,5 stündige Mittagspause, und die Sonne zeigte sich immer mehr.

Am Nachmittag wurden grundlegende Paddeltechniken wie Bogenschlag vorwärts und rückwärts, der Ziehschlag, flache und hohe Stütze, Heck- und Bugruder sowie der Notstop erklärt und geübt.

Daraufhin folgte der zweite nasse Teil. Es konnte das Schwimmen im Boot, der 1:1 Schlepp und V-Schlepp erprobt werden.

Gegen 17 Uhr hatten wir uns dann alle trocken gelegt. Es folgte nun der gemütliche Teil. Wir saßen noch in netter Runde bei wohltuhend herzhafter Pizza zusammen. Die ganz Vernarrten haben sich noch den Film This is the Sea Teil 3 gegönnt.

P.S.: die Teilnahme ist sehr empfehlenswert!

 

Text: Helga Matzpreiksch - Fotos: Jan Montag

 

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